Hyperaktiv und unaufmerksam - jedoch hochbegabt
Verhaltens- und Aufmerksamkeits-Störungen in jeder 2. Familie
In den letzten 10-15 Jahren häufen sich bei unseren Kindern Verhaltens- und Aufmerksamkeits-Störungen. In jeder 2. Familie sind Kinder anzutreffen, die entweder Konzentrationsschwächen oder hyperaktives Verhalten aufweisen.
Begriffe wie Aufmerksamkeits-Defizit oder Hyperaktivität sind inzwischen in fast allen Familien anzutreffen. Aber auch andere Arten von Lernschwäche bzw. Verhaltensstörung, so z.B. auch Legasthenie oder Autismus werden immer häufiger diagnostiziert.
Andererseits werden genau diesen Kindern besondere Begabungen zugesprochen. Es gibt mittlerweile wissenschaftliche Untersuchungen, wonach festgestellt wurde, dass bei vielen Kindern der heutigen Generation das Gehirn über strukturelle Veränderungen verfügt:
- Der Teil des Gehirns, das sich im Bereich der Stirn befindet und u. a. für die Aufmerksamkeit zuständig ist, wird schlechter durchblutet.
- Die verschiedenen Gehirnbereiche sind anders vernetzt.
Sie haben ein vier- oder fünfdimensionales Bewusstsein. Dadurch nehmen sie alles auf eine andere Art wahr und sind hochgradig sensibel.
Sie haben oft großes intuitives Wissen, das mit unseren derzeitigen wissenschaftlichen Methoden noch nicht fassbar ist. Sie veranlassen uns, auch selbst hinter bestehende Regeln zu schauen und so Manches nicht einfach hinzunehmen, sondern es erst mal zu hinterfragen. Viele dieser Kinder sind hellsichtig, können die Aura von Menschen und anderen Lebewesen sehen. In Kindergarten und Schule wird das oft als Träumerei oder Spinnerei missdeutet und diese Kinder werden für dumm gehalten. Das hat zur Folge, dass sie, um nicht zu Außenseitern zu werden, ihre medialen Fähigkeiten verstecken und schließlich verlieren. Tests haben ergeben, dass genau diese hyperaktive, verhaltensauffällige Kinder überdurchschnittlich begabt sind und ihr IQ nicht selten über 160 liegt. Das ist zum Beispiel das Niveau von Albert Einstein.
Man hat herausgefunden, dass diese Kinder in der Regel eine sehr schnelle Auffassungsgabe haben. Dementsprechend kann auch der Unterricht umgestaltet werden: 20 Minuten lernen (mit der linken Gehirnhälfte), anschließend 10-15 Minuten Bewegung in der Natur, Musik, Geschichten vorlesen (rechte Gehirnhälfte). Während dieser 15 Minuten wird das Erlernte gefestigt und abgespeichert. Sagt dieses Kind "ich hab`s begriffen", so stimmt das normalerweise auch. Wir tendieren aber im Allgemeinen dazu, das anzuzweifeln und erklären weiter und weiter... und verlieren damit total die Aufmerksamkeit des Kindes und schließlich den ganzen Lernerfolg, weil es sich schon lange nicht mehr konzentrieren und auf diese Weise nichts behalten kann.
Wie ein Schwamm saugen sie alle Informationen aus dem gesamten Umfeld auf, und zwar nicht nur Worte, sondern ebenfalls und in erster Linie die Gefühle und Gedanken der Eltern, Lehrer und anderen Mitmenschen. Die Fülle von Eindrücken stapelt sich in ihrem Inneren - sie sind überfordert und können sich nicht mehr konzentrieren.
Sie haben eine starke Verbundenheit zu ihrem inneren, wahren Wesen mit hohen Idealen: Wahrheit, bedingungslose Liebe, ehrliche Gefühle, klare Grenzen, faire Auseinander-setzungen, viel Freiheit. Sie möchten diese Ideale leben, daher verweigern sie Autoritäten, Disziplin und sonstige Zwänge aller Art.
Bei diesen Kindern ist die rechte Gehirnhälfte sehr aktiv, d.h. sie sind ausgesprochen kreativ, erhalten Botschaften über Bilder und neigen dazu, sich in Bildersprache auszudrücken, sind sehr intuitiv und können sehr gut visualisieren.
Wir brauchen Schulen mit neuen Konzepten,
die genau diese Eigenschaften fördern.
Unser jetzige Schulsystem passt sich nicht dem Menschen an, sondern passt den Menschen dem System an.
Es sollte ein einheitliches Schulsystem kreiert werden, auf dem alle Kinder die gleichen Bildungschancen und -Förderung erhalten und keine Klassenunterschiede für Kinder von Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien gemacht werden.
Es ist nicht kindgerecht, einen Lehrer in einer Klasse mit 25-30 Kindern zu haben. Er ist verkrampft, hat Angst vor Autoritätsverlust und kann auf die Besonderheiten der einzelnen Kinder nicht eingehen, weil es zu viele für ihn sind.
Eine Klasse mit maximal 15 Schülern wäre optimal. Die Lehrer sind dann entspannter, haben Spaß bei der Arbeit.
In der Grundschule sollte man pro Klasse möglichst zwei Lehrer einsetzen. Die Schüler könnten sich besser konzentrieren, weil die Lehrer für Abwechslung sorgen.
Die Kinder müssen jede Menge theoretisches Wissen, das seit Jahren überholt ist, lernen und verlieren dadurch den Sinn für die Realität.
Das Benotungssystem macht den Kindern Angst. Sie leiden darunter und stehen unter ständigem Druck. Es ist ein überholtes Bewertungssystem, das den Kindern ihr Selbstwertgefühl nimmt und Beurteilungen, wie, "du bist nur mittelmäßig oder du bist schlecht, aber dein Mitschüler ist gut" hinnehmen müssen. Sie verlieren ihren Enthusiasmus und verlernen, an sich selbst und ihre guten Fähigkeiten zu glauben.
Ein fähiges Schulsystem sollte in der Lage sein, das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl eines Kindes zu stärken und zu fördern.
Es wäre sehr nützlich für die Kinder, zu lernen, ihrer Inneren Stimme zu vertrauen.
Lehrer vermitteln nur Wissen, das man auswendig lernen kann. Aber wie man mit Gefühlen umgehen soll und dadurch soziale Fähigkeiten (und den Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen) lernen kann, wird ihnen nicht beigebracht.
Den Kindern sollte ein Wir-Gefühl vermittelt werden, dass man gemeinsam alles erreichen kann, dass alle Menschen gleichwertig sind, dass wir uns so akzeptieren und so lieben sollten, wie wir sind.
Natürlich sollten die Lehrer, die das vermitteln, selbst diese Potentiale besitzen und entsprechend nach den Idealen leben. Eltern und Lehrer sind für unsere Kinder die besten Vorbilder.
Grundsätzlich sollte im Unterricht das Fach Religion ausfallen und durch ein Fach ersetzt werden, dass die Kinder lehrt, über die Grenzen hinaus, die bestehenden Glaubens- und Wertesysteme von allen Seiten zu beleuchten und in Frage zu stellen und ein gemeinsames Wir zu fördern.
Kinder , Eltern und Lehrer sind mit einem zu frühen Unterrichtsbeginn absolut überfordert. Ein Schulbeginn zwischen 8.00 und 9 Uhr wäre zu bevorzugen. Für Elternteile, die bereits sehr früh beginnen müssen zu arbeiten, sollte es einen Frühhort geben.
Grundsätzlich wäre ein Unterricht von 30 Minuten intensiven konzentrierten Unterricht und anschließend eine 15-minütige Pause an der frischen Luft, Bewegung oder Entspannung zu empfehlen.
In jeder Jahrgangsstufe müßte es Klassen geben, die speziell für die sehr hyperaktiven Kinder zur Verfügung stehen. Sie hätten so die Möglichkeit nach ihrem System zu lernen, wo sie sich während ihrer Lernübungen regelmäßig bewegen können: z.B. über den Stuhl klettern, auf dem Tisch sitzen, im Stehen oder beim Gehen lernen, etc. - der Lernerfolg ist enorm.
Die Kinder sollten ebenfalls verschiedene Lernmethoden lernen, um herauszufinden, welche für sie am besten ist und auch wie man sich besser konzentrieren kann und wie man mit Stress umgehen kann. Darüber hinaus ist es wichtig, zu lernen seine Fähigkeiten zu erkennen und diese zu fördern.
Drei Mal pro Woche sollten die Kinder Sportunterricht erhalten. Auch hier sollten unterschiedliche Gruppen gebildet werden: Sport, bei dem sich die Kinder richtig austoben können, Sport mit leichten, harmonischen Übungen, Sport für die richtig sportlichen Kinder, Sport für die etwas unsportlicheren. Die Kinder sollen selbst entscheiden, in welcher Gruppe sie gerne mitmachen möchten. Kein Kind soll nicht dazu gezwungen werden, Sportarten zu machen, die ihm nicht liegen.
Einmal pro Tag sollte eine kurze Meditationsübung eingeschoben werden, bei der die Kinder zu sich selbst kommen, Verbindung mit ihrem Inneren Sein machen und sich richtig gut erden können (das ist sehr wichtig, da die meisten Neuzeit-Kinder gar nicht oder sehr schlecht geerdet sind).
Außerdem sollte kreativer Unterricht, wie Tanz, Musik, Darstellung, Kunst nicht auf der Tagesordnung fehlen.
Der Unterricht sollte grundsätzlich gemeinsam mit den Kindern gestaltet werden, jeder bringt seine Meinung und sein Wissen ein. Außerdem sollten die Kinder auch selber Themen aussuchen und den Unterricht mal selber gestalten dürfen.
z. B. könnten die Eltern einmal pro Woche aktiv mit eingebunden werden und sich über den Lernprozess und Lernerfolg ihres Kindes mit den Lehrern austauschen.
Ich könnte diese Liste noch unendlich fortführen....
Die Kernfrage ist nicht: Wie kann ich das Kind ändern, damit es in die Norm passt, sondern: Was kann ICH dazu beitragen, dass sich die Norm ändert?
In einigen Ländern und auch in den Deutsch-sprachigen Gebieten gibt es bereits Schulen und geplante Schulprojekte, mit Schulkonzepten, die sich den geänderten Bedürfnissen unserer Kinder anpassen.
Jedoch gibt es noch viel zu wenig Eltern und Pädagogen, die mitziehen bzw. sich dafür einsetzen. Da diese Projekte noch nicht von der Regierung unterstützt werden, sind bereits bestehende Schulen und Projekte, die in Planung sind, von privaten Mitteln abhängig.
Ziel sollte es jedoch sein, dass alle Kinder diese Bildungschancen erhalten und nicht nur die Kinder, deren Eltern sich dies finanziell leisten können.
Wenn wir ein neues Schulsystem gründen wollen, müssen wir uns dafür engagieren und zwar alle, nur dann ist es möglich, Politiker und Regierung davon zu überzeugen, endlich zu handeln und das ganze zu realisieren. Und zwar nicht mittel- oder langfristig. Unseren Kindern ist nicht damit gedient, wenn ein neues Schulkonzept erst in den nächsten 10 Jahren entwickelt und umgesetzt wird.
Wir und unsere Kinder leben jetzt - im HIER und HEUTE - die alten, überholten Normen sind Vergangenheit, jetzt ist die Zeit für Veränderungen.
Nicht nur reden und die anderen machen lassen....